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Erläuterungen

Begriff Erläuterung
Antrocknungzeit bei Raumtemperatur Innerhalb dieser Zeitperiode ist die Oberfläche des Produkts komplett klebefrei. Insbesondere bei Auftragung dickerer Schichten muss das Produkt nach Ablauf der Antrocknungszeit jedoch noch nicht völlig ausgehärtet sein.
Durchschlagfestigkeit (kv/mm) Die Durchschlagfestigkeit eines Isolators ist diejenige elektrische Feldstärke, welche in dem Material höchstens herrschen darf, ohne dass es zu einem Spannungsdurchschlag (Funke) kommt.
Einkomponentensystem (1 part) Bei Einkomponentensystemen (kurz: 1 part) befinden sich die für die Polymerisation/Aushärtung nötigen Stoffe (Harzmonomere und Härter) zusammen in einem Behälter. Das System härtet dann durch Veränderung der Umgebungsbedingungen wie z.B. Zugang von Luftfeuchtigkeit, Temperaturerhöhung oder Kontakt mit der Substratoberfläche aus. Es können auch weitere Stoffe wie Beschleuniger oder Farbpigmente beigemengt sein.
Härtezeit Die Härtezeit ist die Zeit die benötigt wird, um bei einer vorgegebenen Temperatur, eine vollständige Aushärtung zu gewährleisten.
Lagerung Bei diesen Bedingungen entspricht die Zeit in der das Produkt verwendet werden kann der Haltbarkeit.
Prüfung nach MIL Spec Bei dieser Prüfung wird nach Militär Standard (USA) getestet
Prüfung nach UL Bei dieser Prüfmethode wird die Brennbarkeit des Materials getestet. UL bedeutet "Underwriters Laboratories". Das Material wird je nach Testergebnis in Brandklassen eingestuft.
Raumtemperatur Vernetzungszeit Die Vernetzungsgeschwindigkeit ist stark von der Schichtdicke abhängig. Je dicker die Schicht ist, umso mehr Zeit wird für die Aushärtung benötigt. Der Begriff beschreibt die Zeit die ein Material benötigt um bei Raumtemperatur vollständig auszuhärten.
Raumtemperatur (RT) Raumtemperatur
Schälfestigkeit (kN/m) Ein Maß für die Festigkeit einer Klebeverbindung. Sie ist der mittlere Lastwert pro verklebter Probenbreite, die erforderlich ist, um die verklebten Materialien unter einem Trennwinkel von 180 Grad und einer Trennungsrate von 152,4 mm/min zu trennen.
Scherfestigkeit (Mpa) Die Scherfestigkeit ist der Widerstand, den ein Festkörper tangentialen Scherkräften entgegensetzt.
Shore Härte Ist der mechanische Wiederstand eines Stoffes den ein Werkstoff einem anderen, härteren entgegensetzt.
Shore Härte nach (00) Shore-OO wird angegeben bei sehr weichen Elastomeren.
Shore Härte nach (A) Shore-A wird angegeben bei Weich-Elastomeren.
Shore Härte nach (D) Shore-D wird angegeben bei Zäh-Elastomeren.
Penetration (P) Diese Prüfmethode wird bei Gelen angewendet um die Härte dieser auszudrücken. Eine Nadel penetriert das Gel und gibt durch Messung der benötigten Kraft für die Penetration Aufschluss über die Härte.
Polyadditionsaushärtung (Add) Zwei Monomere mit mindestens 2 funktionellen Gruppen werden zu einem Polymer verknüpft wobei Protonen übertragen werden. Die funktionellen Gruppen müssen Doppelbindungen besitzen welche aufgespalten werden und so zu einer Bindung der zwei Monomere führen. Es entstehen keine Nebenprodukte.
Polykondensationsaushärtung (Cond) Zwei Monomere verbinden sich zu einem Polymer unter Abspaltung von Nebenprodukten wie Methanol oder Ethanol. Damit die Reaktion gestartet wird ist eine Luftfeuchtigkeit von mindestens 50% nötig.
Spezifische Dichte Die Relative Dichte, auch spezifische Dichte genannt, beschreibt das Verhältnis zweier Dichten. Sie ist dimensionslos und beschreibt das Verhältnis der Dichte ρ eines Stoffes zur Dichte ρ0 eines Normzustandes dieses Stoffes. Die Dichte auf unserer Seite ist in Bezug auf die von Wasser (Dichte 1) angegeben. Besitzt ein Produkt die Dichte von 1,1, so hat dieser eine um 0,1 höhere Dichte als Wasser.
Tack Free Time (TFT) Auf Deutsch beschreibt dies die Zeit in der ein Material nicht mehr klebrig, also nicht mehr tacky ist. (Antrocknungszeit)
Topfzeit bei Raumtemperatur Dieser Begriff wird bei Zweikomponentensystemen angewendet. Die Viskosität des Produktes verdoppelt sich nach dem Mischen der zwei Komponenten in dieser Zeit. Die Zeitspanne bis die Viskositätsverdoppelung eintritt nennt man Topfzeit. Eine Verarbeitung des Produkst nach dieser Zeit ist noch möglich.
Viskosität (mPa*s) Die Viskosität ist das Maß für die Zähflüssigkeit eines Fluids. Je höher die Viskosität desto dickflüssiger ist das Fluid.
Wärmeleitfähigkeit (W/mk) Die Wärmeleitfähigkeit eines Festkörpers, einer Flüssigkeit oder eines Gases ist sein Vermögen, thermische Energie mittels Wärmeleitung in Form von Wärme zu transportieren.
Wärmeübergangswiederstand Der Wärmeübergangswiederstand beschreibt ein Phänomen welches bei zwei in Kontakt stehenden Körpern auftritt. Fließt Wärme von einen der Körper in den anderen, so wird der Wärmefluss an der Grenzfläche zwischen diesen beiden Körpern abnehmen. Zwischen diesen Körpern herrscht ein Wiederstand der eine verlustlose Wärmeübertragung verhindert. Je größer der Wiederstand, umso geringer die Wärmetransferrate. Der Wärmeübergangswiederstand wird als Verhältnis von Temperaturabfall zwischen den beiden Körpern und der durchschnittlichen Wärmetranfermenge angegeben.
Zweikomponentensystem (2 part) Bei Zweikomponentensystemen (kurz: 2 part) werden zuerst zwei räumlich getrennte Bestandteile eines Produkts vermischt, die meist mit „A“ und „B“ bezeichnet werden, bevor die Polymerisation/Aushärtung stattfindet. Die Bestandteile in den Kammern oder Behältern sind Monomere, die Grundbausteine des bei der Reaktion entstehenden Polymers. Eine der beiden Zubereitungen enthält Harzmonomere (oder auch Binder), während die andere Härter enthält. Als weitere Inhaltsstoffe der Zubereitungen können Stabilisatoren, Beschleuniger, Farb- oder Füllstoffe zum Einsatz kommen. Mit dem Kontakt von Harz und Härter startet die chemische Reaktion zum Polymer.